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Konferenz »Maharil (מהרי”ל): Minhag, Pluralität und Identität«

Montag, September 10th, 2007

Vom 7. bis 8. Oktober findet in der Synagoge Mainz-Weisenau (Wormser Str. 31) eine wissenschaftliche Konferenz statt, die an den bedeutenden Mainzer Rabbiner des Spätmittelalters erinnert. Veranstaltet wird die Tagung in Kooperation mit der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, dem Seminar für Judaistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Jüdischen Gemeinde Mainz und der Synagoge Weisenau e.V.  

Maharil, Morenu ha-Rav, »unser Lehrer, der Rabbiner«, Ya’aqov Molin Israel Segan ha-Lewi’im , der aufgrund einer Verschreibung auch Moeln genannt wurde, ist wohl 1375 in Mainz geboren und am 14. September 1427 in Worms verstorben. Maharil gilt als die einflussreichste Autorität am Ausgang des Mittelalters. Seine Rechtsentscheide und seine Brauchsammlung, der Sefer Minhagim, haben jüdische Lebensweise über Jahrhunderte geprägt. Über viele Bräuche des rheinischen Judentums sind wir erst durch die von seinen Schülern verfassten Schriften informiert.

Weitere Informationen zum Programm entnehmen Sie bitte der Ankündigung im Online-Forum H-Soz-u-Kult.

Konferenz »Jewish Architecture in Europe«

Montag, September 10th, 2007

Vom 8. bis zum 11. Oktober 2007 veranstaltet die Bet Tfila-Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa den internationalen Kongress »Jewish Architecture in Europe«.

»Referentinnen und Referenten aus zahlreichen Staaten Europas, den USA und Israel berichten und diskutieren über aktuelle Forschungsergebnisse und zukünftige Fragestellungen und Aufgaben der Erforschung jüdischer Bauwerke in Europa. Vor allem der Architekturgeschichte der Synagogen steht im Zentrum des Forschungsinteresses. Ihre Entwicklung lässt sich von der Antike bis in die Gegenwart verfolgen, sie nahm in den verschiedenen Regionen Europas jeweils andere Wege und führte zu charakteristisch unterschiedlichen Bauten. Der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg haben große Teile des architektonischen Erbes jüdischer Kultur in Europa zerstört, und bis heute sind jüdische Bauten in ihrem Bestand gefährdet.«

Die Tagung wird geleitet von Prof. Dr. Aliza Cohen Mushlin (Center for Jewish Art, Hebrew University of Jerusalem) und Prof. Dr. Harmen Thies (Bet Tfila-Forschungsstelle, TU Braunschweig).

Weitere Informationen unter www.bet-tfila.org.

»Zwischenräume« – Konferenz in Venedig

Freitag, August 3rd, 2007

Internationale Konferenz »Zwischenräume«: jüdisch-christliche Lebenswelten unter venezianischer Herrschaft im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit

Deutsches Studienzentrum/Università Ca’ Foscari
5. bis 7. September 2007
Palazzo Barbarigo della Terrazza, S. Polo 2765/a, I-30125 Venezia/Palazzo Malcanton Marcorà, Dorsoduro 3484/d, I-30123 Venezia http://www.dszv.it

Ausgehend von dem Ansatz des Kultur- und Literaturwissenschaftlers Homi K. Bhabha (The Location of Culture, 1994) soll mit der Theorie des sogenannten »Zwischenraums« gefragt werden, wie kulturelle Differenzen entstehen und Eigenes und Fremdes in der jüdischen Minderheit und in der christlichen Mehrheitsgesellschaft im vormodernen Italien definiert werden. Das Konzept bietet die Möglichkeiten, in unterschiedlichen Bereichen des Zusammen- und Nebeneinanderlebens zweier Bevölkerungsgruppen Handlungsräume auszuloten und Abgrenzungs- und Akkulturationsprozesse am Beispiel der Erfahrungswelt jüdischer und christlicher Männer und Frauen im venezianischen Herrschaftsbereich in der Zeit vor der Emanzipation zu beschreiben.

Leitung: Uwe Israel (Deutsches Studienzentrum in Venedig); Reinhold Mueller (Università Ca‘ Foscari Venezia, Dipartimento di Studi Storici);Robert Jütte (Vereinigung für Jüdische Studien e. V.), Venedig.

Mit Beiträgen von Kenneth Stow, Alfred Haverkamp, Gian Maria Varanini, Rachele Scuro, David Jacoby, Benjamin Arbel, Photis Baroutsos, Ariel Toaff, Rafael Arnold, Miriam Davide, Angela Möschter, Karl E. Grözinger, Eliott Horowitz, Federica Ruspio, Renata Segre, Robert Jütte und Giacomo Corazzol.

Doktoranden-Colloquium zur deutsch-jüdischen Geschichte

Freitag, August 3rd, 2007

Die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Leo-Baeck-Instituts veranstaltet im Jahre 2007 wieder ein Doktoranden-Colloquium zur deutsch-jüdischen Geschichte. Es steht unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Rürup und Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum.

Das Colloquium findet vom 19.-22. November 2007 im Jüdischen Museum Berlin statt. Die Fahrtkosten (Bahn, 2. Klasse) werden bei erfolgreicher Bewerbung erstattet, Unterkunft und Verpflegung vor Ort übernommen.

Bewerbungen werden bis zum 15. August 2007 erbeten an

Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
Institut für die Geschichte der deutschen Juden
Beim Schlump 83
20144 Hamburg
http://www.igdj-hh.de

Die Bewerbungen sollten neben einem Lebenslauf eine Kurzdarstellung des Dissertationsvorhabens (ca. 3 Seiten) enthalten. eine Benachrichtigung der Bewerberinnen und Bewerber wird Mitte Oktober erfolgen.

Im Verlauf des Colloqiums werden die Dissertationsprojekte zur jüdischen Geschichte und Kultur der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingehend diskutiert. Darüber hinaus werden Grundfragen der deutsch-jüdischen Geschichtsschreibung erörtert.

Andernachts Regesten zur Geschichte der Juden jetzt vollständig publiziert

Donnerstag, Juni 21st, 2007

Am 6. Juli um 11.30 Uhr lädt das Institut für Stadtgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden (Universität Trier) ein zur öffentlichen Präsentation der „Regesten zur Geschichte der Juden in der Reichsstadt Frankfurt am Main“, deren zweiter Band (1520–1616) nunmehr im Druck vorliegt. Damit ist ein Lebenswerk des langjährigen Direktors des Frankfurter Stadtarchivs Dr. Dietrich Andernacht († 1996) endlich abschließend publiziert.

Spätestens seit dem 12. Jahrhundert gab es in Frankfurt eine jüdische Niederlassung. Die große Judengemeinde des späten Mittelalters gewann noch dadurch an Bedeutung, dass sie – anders als die meisten Judenschaften der benachbarten Städte und Regionen – im 15. Jahrhundert nicht vertrieben wurde. In der 1462 eingerichteten Judengasse, deren Bevölkerungszahl sich im Verlauf des 16. Jahrhunderts auf ca. 2200 Personen verzehnfachte, konzentrierte sich das jüdische Leben im Westen des Reiches. Die „Regesten“ sind deshalb eine historische Quelle ersten Ranges, deren Bedeutung weit über die Geschichte einer lokalen Judenschaft hinausweist. Sie betreffen die Sozial-, Wirtschafts und Verfassungsgeschichte der Reichsstadt und der Region und bieten wichtige Einblicke in die Beziehungen der Reichsstadt Frankfurt sowie der Juden des Reiches zu Kaisern und Fürsten.

Schon in den Fünfzigerjahren hatte Dietrich Andernacht mit der systematischen Erschließung der reichhaltigen Quellen zur Geschichte der bedeutenden Frankfurter Judengemeinde begonnen – ein aufwändiges Werk für einen einzelnen Gelehrten, das hauptsächlich außerhalb seiner Dienstzeit entstand. Der langjährige Direktor des Frankfurter Stadtarchivs zählte darüber hinaus zu den frühesten und wichtigsten Ansprechpartnern für israelische Historiker in Deutschland. Aus diesen Kontakten erwuchs auch seine Mitarbeit an dem Standardwerk „Germania Judaica III“. Die Publikation von Teil 1 seiner „Regesten“ (1401–1519, in 3 Bänden) konnte er 1996 noch erleben. Nach Dietrich Andernachts Tod hat seine Witwe Helga die Publikation der „Regesten“ für den Zeitraum von 1520 bs 1616 aus dem Nachlass besorgt. Die Drucklegung wurde unterstützt vom Trierer „Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden“ in Verbindung mit der „Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden e. V.“ und dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main; gefördert wurde die Publikation durch die „Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung“.

Die beiden Bände des zweiten Teils enthalten insgesamt fast 5000 Regesten, wovon etwa 650 Stücke allein auf die Dokumentation des „Fettmilch-Aufstandes“ von 1613/14 entfallen. Die Regesten sind durch ausführliche Orts‑, Personen- und Sachregister (von „Aberglaube“ bis „Zunft- und Gewerbeordnungen“) erschlossen. Zusammen mit dem älteren „Urkundenbuch“ Isidor Kracauers und mit dem ersten Teil der „Regesten“ (über 4200 Stücke) ist damit die Quellengrundlage für die Geschichte der Frankfurter Juden von den Anfängen bis zur Zeit des „Fettmilch-Aufstandes“ erschlossen. Der Forschung ist mit dem Lebenswerk Dietrich Andernachts ein unentbehrliches Hilfsmittel an die Hand gegeben.

Die Präsentation der „Regesten“ findet statt am Freitag, 6. Juli, um 11:30 Uhr im Presse- und Informationszentrum der Stadt Frankfurt. Vorgestellt werden sie von Dr. Evelyn Brockhoff (Institut für Stadtgeschichte) und von Prof. Dr. Alfred Haverkamp (Arye Maimon-Institut, Universität Trier). Dr. Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, wird neben weiteren Vertretern der Speyer’schen Hochschulstiftung ebenfalls erwartet. Die Bände sind in der Reihe „Forschungen zur Geschichte der Juden“ beim Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover, erschienen und können über den Buchhandel bezogen werden.

CC

Konferenz: Genizat Germania

Mittwoch, Mai 30th, 2007

Vom 6. bis 7. Juni veranstaltet das Historisch-Kulturwissenschaftliche Zentrum Mainz – Trier im Atrium-Hotel Kurmainz eine internationale Konferenz zum Thema

Genizat Germania: Hebrew and Aramaic Binding
Fragments from German Archives and Libraries

Weitere Informationen: Seminar für Judaistik, Universität Mainz (Prof. Dr. Andreas Lehnardt).

Konferenz: Christliches und jüdisches Europa im Mittelalter

Mittwoch, Mai 30th, 2007

Unter diesem Titel veranstaltet das Fach Mittelalterliche Geschichte der Universität Trier vom 7. bis 9. Juni 2007 ein

Kolloquium zu Ehren von Alfred Haverkamp

anlässlich seines 70. Geburtstags. Die Themen der drei Sektionen lauten »Gemeinde und Gemeinschaften«, »Juden« und »Hochmittelalter«. Die Vorträge sind öffentlich, ein Programm gibt es hier.

Ausstellung: Schatzfunde von Colmar und Erfurt

Mittwoch, April 11th, 2007

Vom 25. April bis zum 3. September zeigt das Musée national du Moyen Âge in Paris in Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie die Ausstellung

Trésors de la Peste noire: Erfurt et Colmar

Weitere Informationen finden Sie in einer Pressemitteilung des Museums.

CC

X. Symposium für Jiddische Studien in Deutschland

Mittwoch, April 11th, 2007

Das X. Symposium für Jiddische Studien in Deutschland wird an der Universität Trier vom 8. bis zum 10. Oktober 2007 stattfinden. Dieses von den Jiddistik-Lehrstühlen der Universitäten Trier und Düsseldorf jährlich im Wechsel veranstaltete jiddistische Forum soll Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit geben, ihre Projekte vorzustellen, Ideen auszutauschen und Fragen zur Diskussion zu stellen.

Wir laden Sie herzlich ein, Vortragsangebote in Form einer kurzen Zusammenfassung des Referats an die Symposiumsleitung einzusenden. Die Vorträge können auf Jiddisch oder Deutsch gehalten werden, die Redezeit beträgt 20 Minuten. Zusammenfassungen können bis zum 15. Juni 2007 eingesendet werden.

Wie in den Vorjahren haben wir auf ein einengendes Rahmenthema verzichtet, um keines der Forschungsfelder der Jiddistik auszugrenzen. Interdisziplinäre Forschung mit einem jiddistischen Bezug wird ebenfalls gern berücksichtigt.

In einer Sitzung möchten wir in Anknüpfung auf das in Trier angesiedelte DFG-Projekt „Jiddisch-Deutsches Wörterbuch“ einen Schwerpunkt auf den Bereich Lexikologie und Lexikographie legen. Deswegen sind Vorträge zu diesen Themen besonders willkommen.

Das Symposium ist offen für alle an der Jiddistik Interessierten. Wir bitten um einen Unkostenbeitrag von 10 €.

Bitte melden Sie sich frühzeitig an.

Prof. Dr. Simon Neuberg
FB II / Jiddistik
Universität Trier

Prof. Dr. Marion Aptroot
Abt. für Jiddische Kultur, Sprache und Literatur
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Mail-Adressen

Mittwoch, Februar 21st, 2007

Liebe Mitglieder,

 wegen des ständig steigenden Aufkommens unerwünschter E-Mails (SPAM, Viren, etc.) erscheinen auf den Mitglieder-Seiten von gegj.de keine Mail-Adressen. Sollten Sie die Veröffentlichung Ihrer Mail-Adresse ausdrücklich wünschen, teilen Sie uns dies bitte mit.

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