Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Workshop: Kunst als Wirkung des Göttlichen

Montag, Januar 19th, 2009

Unter dem Thema

Kunst als Wirkung des Göttlichen – Der Moses des Michelangelo und die Juden Roms

findet am 4./5. Februar 2009 an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) ein Workshop statt, veranstaltet von den Lehrstühlen Jüdische Kunst und Geschichte des jüdischen Volkes der HfJS in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Gerd Blum/Institut für Kunstgeschichte (IEK) am Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK) der Universität Heidelberg und der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden (GEGJ) e.V.

Der interdisziplinäre Workshop fragt nach Wirkung und Intention der Mosesstatue des Michelangelo, aufgestellt 1545 am Grabmal von Papst Julius II. in S. Pietro in Vincoli in Rom, und wird sie aus kunsthistorischer wie kulturgeschichtlicher Perspektive betrachten.
Ausgangspunkt ist die Bemerkung Giorgio Vasaris, der der Mosesstatue des Michelangelo eine außerordentliche Wirkung fast eines göttlichen Werkes nachsagt, die sogar soweit gehe, dass sie von Juden verehrt werde: „Und die Juden, Männer wie Frauen, mögen nur fort und fort, wie es bis jetzt geschehen ist, jeden Samstag in Scharen wie die Stare ihn besuchen und ihn verehren, denn sie verehren nicht ein menschliches sondern ein göttliches Werk.“ (VaK, V, 292)

Vasaris Bemerkung ist bis heute in der Forschung umstritten, denn bislang wurde weder genauer untersucht, ob und in welchem Ausmaß Juden Zutritt zu Kirchen in Rom hatten, noch ob die Juden Roms in der Mitte des 16. Jahrhunderts überhaupt Interesse an religiöser Kunst hatten, da sie in zunehmendem Maß Übergriffen seitens der Kirche ausgesetzt waren.
Ausgehend von Impulsreferaten wird daher im Workshop nicht nur die Haltung der jüdischen Gemeinde Roms zur Kunst insbesondere der Renaissance diskutiert, sondern auch die Frage, ob und in welcher Form die Mosesstatue auf die religiösen Strömungen ihrer Zeit reagiert, zumal sie nach den neuesten restauratorischen Beobachtungen zwischen 1542 und 1545 erheblich umgestaltet worden sein muss. Ebenso werden die Bedingungen für kulturelle und religiöse Begegnungen von Juden und Christen und die Haltung der Kirche zu Juden in der Renaissance erörtert.

Der Workshop steht allen interessierten Studierenden und Dozenten der HfJS, der Universität Heidelberg und anderer Universitäten offen. Auswärtige Studierende können gegen Erstattung der Reise- und Übernachtungskosten (möglichst mit einem Kurzbeitrag) am Workshop teilnehmen, wenn sie sich bis zum 23. Januar 2009 qualifiziert bewerben, d. h. eine Seminararbeit zum Themenbereich im weiteren Sinne insbes. aus den Fächern Geschichte, Kunstgeschichte oder Jüdische Studien einsenden. Die Entscheidung wird umgehend mitgeteilt.

Impulsreferate:

Dr. Rotraud Ries (Berlin/ Herford):
Kirchenbesuche von Juden in der Frühen Neuzeit

Prof. Birgit Klein (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg)
Juden in Rom und Italien im 16. Jahrhundert

Samuela Marconcini (Florenz):
The „Casa dei catecumeni“ in Florence vs. the „Casa dei catecumeni“ in Rome

Benedikt Fahrnschorn (ZEGK Heidelberg):
Einführung in die Forschungssituation zum Moses des Michelangelo

Caroline Gabbert (Frankfurt/Main):
Zur Vita des Michelangelo von Vasari

Prof. Gerd Blum (ZEGK Heidelberg):
Die Wahrnehmungsperspektiven der Mosesstatue

Prof. Annette Weber (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg)
Fragen zur Textumsetzung: Michelangelos Mosesikonographie im Vergleich zu biblischen Quellen

Bewerbungen und Anmeldungen bis zum 19. Januar 2009 an:
Prof. Dr. Birgit Klein oder Prof. Dr. Annette Weber
Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
Friedrichstr. 9
69117 Heidelberg

birgit.klein@hfjs.eu oder annette.weber@hfjs.eu

Gastvortrag mit Professor Mauro Perani

Montag, Dezember 8th, 2008

Das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier und das Historisch-kulturwissenschaftliche Forschungszentrum Trier (HKFZ) laden ein zu einem Gastvortrag mit

Prof. Dr. Mauro Perani
Università di Bologna

zum Thema

The »Italian Genizah«
New Discoveries of Ancient Hebrew Manuscripts

Archive und Bibliotheken in ganz Europa bergen eine große Zahl von Fragmenten aus hebräischen Handschriften, deren Seiten als Bucheinbände »wiederverwertet« wurden. Der Beschreibung und Erforschung dieses verborgenen Erbes des europäischen Judentums widmet sich das Projekt »Genizà italiana« seit mehr als 20 Jahren.

Ort und Zeit: Montag, 12. Januar 2009, 18 Uhr c.t., Universität Trier, Raum DM 343.

CC

Judezmo-Konferenz

Montag, August 11th, 2008

Vom 7. bis 9. September 2008 findet in der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg Haus, Hamburg, eine internationale Konferenz zum Thema »Judezmo: Lexicology and Lexicography« statt. Sie wird veranstaltet vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg und geleitet von Dr. Michael Studemund-Halévy.

Vorträge werden gehalten von Haim Vidal Sephiha (Paris), David Bunis (Jerusalem), Rafael Arnold (Paderborn/Berlin), Laura Minvervini (Neapel), Ora (Rodrigue) Schwarzwald (Ramat Gan), Marie-Christine Varol (Paris), Pandelis Mavrogiannis (Paris), Nikola Vuletic (Zadar), Ivana Vucina (Belgrad), Beatrice Schmid (Basel), Michael Studemund-Halévy (Hamburg), Harm de Boer (Basel), Gila Hadar (Haifa), Pilar Romeu Ferre & Palom Díaz-Mas (Barcelona/Madrid), Stephanie von Schmädel (Berlin) und Slava Platikova (Berlin).

Begleitend findet eine Ausstellung sefardischer Handschriften in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky statt.

Nähere Informationen finden Sie an dieser Stelle.

Die GEGJ auf dem Historikertag

Montag, Juni 9th, 2008

Liebe Mitglieder der GEGJ,

haben Sie sich schon zum diesjährigen Historikertag in Dresden (30. Sept. – 3. Okt.) angemeldet? Die GEGJ wird wieder mit einer eigenen Sektion vertreten sein:

Freitag, 3. Oktober, 15:15–18:00, Raum 105

Robert Jütte (Stuttgart)
Strategien gegen Ungleichheiten in Ehe, Recht und Beruf. Jüdische Frauen im vormodernen Aschkenas

  • Martha Keil (St. Pölten): Aguna. Strategien gegen die Benachteiligung der jüdischen Frau im Eherecht
  • Barbara Staudinger (St. Pölten): Ungleichheiten als Chance? Jüdinnen vor dem kaiserlichen Reichshofrat
  • Birgit E. Klein (Heidelberg): Ungleichheiten als Chance? Jüdinnen und das jüdische Ehegüterrecht in Norm und Praxis
  • Rotraud Ries (Berlin): Chuzpe, Kalkül und Phantasie – Karriere und Nachruhm der Unternehmerin Mme. Kaulla (1739–1809)

Auch einige weitere Mitglieder unserer Gesellschaft sind auf dem Historikertag mit Vorträgen vertreten: Thomas Lange (Darmstadt), Michael Matheus (Rom), Stefanie Schüler-Springorum (Hamburg), Sabine Ullmann (Eichstätt), Joseph Wiesehöfer (Kiel).

Am Donnerstag, 2. Oktober 2008, findet außerdem von 17–19 Uhr die diesjährige Mitgliederversammlung unserer Gesellschaft statt (Raum 101). Bitte merken Sie sich den Termin vor. Es ergeht noch eine gesonderte, schriftliche Einladung.

CC

Jüdische Musik in Europa

Freitag, Mai 30th, 2008

Unter dem Titel »Jüdische Musik in Europa: Brücke im Dialog der Kulturen« veranstaltet das Europäische Zentrum für Jüdische Musik (EZJM) an der Hochschule für Musik und Theater Hannover in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland am 27. Juni 2008 in der Villa Seligmann (Hohenzollernstraße 39) einen Studientag. Den Festvortrag hält Professor Andor Izsák, Direktor des EZJM.

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie hier.

CC

Antrittsvorlesung Birgit Klein

Montag, November 5th, 2007

Am Mittwoch, 7. November 2007 um 18:15 Uhr

hält Frau Professor Dr. Birgit Klein (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg) ihre Antrittsvorlesung über das Thema

»Von Moses bis Moses erstand keiner wie Moses«
Typologie und Namensträger

in der Aula der Alten Universität (»Alte Aula«, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg, am Universitätsplatz), mit anschließendem Empfang.

CC

Ausstellung: Juden in vormoderner Zeit am Mittelrhein

Dienstag, Oktober 9th, 2007

»In der Zeit vom 15. Oktober bis zum 30. November 2007 wird das hessische Staatsarchiv Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Evenari-Forum für deutsch-jüdische Studien der Technischen Universität Darmstadt eine Ausstellung zur Geschichte der Juden am Mittelrhein in vormoderner Zeit zeigen. Dargestellt werden soll die wechselvolle Geschichte der Juden, besonders ihrer Beziehungen zur christlichen Umwelt in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ebenso wie in angrenzenden Regionen in Mittelalter und Früher Neuzeit bis zum beginnenden 19. Jahrhundert. Dabei sollen Besonderheiten des mittelrheinischen, aschkenasischen Judentums ebenso herausgestellt werden wie Übereinstimmungen mit der übrigen Entwicklung im Bereich des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Das Konzept der Ausstellung wurde im Rahmen eines Seminars unter Leitung von Prof. Dr. Friedrich Battenberg und Dr. Anne Holtmann-Mares zusammen mit Studierenden der Geschichte erarbeitet und wird in Zusammenarbeit mit dem graphischen Büro Silke Berg/Frankfurt am Main ausgeführt.« (Quelle: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt).

Die Ausstellung wird am 15. Oktober um 17 Uhr eröffnet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Konferenz »Jewish Architecture in Europe«

Montag, September 10th, 2007

Vom 8. bis zum 11. Oktober 2007 veranstaltet die Bet Tfila-Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa den internationalen Kongress »Jewish Architecture in Europe«.

»Referentinnen und Referenten aus zahlreichen Staaten Europas, den USA und Israel berichten und diskutieren über aktuelle Forschungsergebnisse und zukünftige Fragestellungen und Aufgaben der Erforschung jüdischer Bauwerke in Europa. Vor allem der Architekturgeschichte der Synagogen steht im Zentrum des Forschungsinteresses. Ihre Entwicklung lässt sich von der Antike bis in die Gegenwart verfolgen, sie nahm in den verschiedenen Regionen Europas jeweils andere Wege und führte zu charakteristisch unterschiedlichen Bauten. Der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg haben große Teile des architektonischen Erbes jüdischer Kultur in Europa zerstört, und bis heute sind jüdische Bauten in ihrem Bestand gefährdet.«

Die Tagung wird geleitet von Prof. Dr. Aliza Cohen Mushlin (Center for Jewish Art, Hebrew University of Jerusalem) und Prof. Dr. Harmen Thies (Bet Tfila-Forschungsstelle, TU Braunschweig).

Weitere Informationen unter www.bet-tfila.org.

Doktoranden-Colloquium zur deutsch-jüdischen Geschichte

Freitag, August 3rd, 2007

Die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Leo-Baeck-Instituts veranstaltet im Jahre 2007 wieder ein Doktoranden-Colloquium zur deutsch-jüdischen Geschichte. Es steht unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Rürup und Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum.

Das Colloquium findet vom 19.-22. November 2007 im Jüdischen Museum Berlin statt. Die Fahrtkosten (Bahn, 2. Klasse) werden bei erfolgreicher Bewerbung erstattet, Unterkunft und Verpflegung vor Ort übernommen.

Bewerbungen werden bis zum 15. August 2007 erbeten an

Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
Institut für die Geschichte der deutschen Juden
Beim Schlump 83
20144 Hamburg
http://www.igdj-hh.de

Die Bewerbungen sollten neben einem Lebenslauf eine Kurzdarstellung des Dissertationsvorhabens (ca. 3 Seiten) enthalten. eine Benachrichtigung der Bewerberinnen und Bewerber wird Mitte Oktober erfolgen.

Im Verlauf des Colloqiums werden die Dissertationsprojekte zur jüdischen Geschichte und Kultur der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingehend diskutiert. Darüber hinaus werden Grundfragen der deutsch-jüdischen Geschichtsschreibung erörtert.

Konferenz: Genizat Germania

Mittwoch, Mai 30th, 2007

Vom 6. bis 7. Juni veranstaltet das Historisch-Kulturwissenschaftliche Zentrum Mainz – Trier im Atrium-Hotel Kurmainz eine internationale Konferenz zum Thema

Genizat Germania: Hebrew and Aramaic Binding
Fragments from German Archives and Libraries

Weitere Informationen: Seminar für Judaistik, Universität Mainz (Prof. Dr. Andreas Lehnardt).