Archive for the ‘Termine’ Category

Alltags- und Profankultur in illuminierten hebräischen Handschriften

Freitag, September 24th, 2010

Das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier lädt ein zum

13. Arye Maimon-Vortrag an der Universität Trier am
Mittwoch, 3. November 2010, 18 h, Hörsaal 10

Dr. Sarit Shalev-Eyni
(Hebräische Universität Jerusalem)
spricht über

Alltags- und Profankultur in illuminierten hebräischen Handschriften des Mittelalters

Beispiele aus dem mittelalterlichen Reich (14.–15. Jahrhundert)

Die Produktion illuminierter hebräischer Handschriften erlebte in den städtischen Zentren Süd- und Mitteldeutschlands sowie der Rheinlande vom 13. bis 15. Jahrhundert eine Blütezeit. Sie wurden für religiöse Zwecke geschaffen, und doch sind sie auch wichtige Zeugnisse für die Alltags- und Profankultur.

Wenn der jüdische Kopist den Text vollendet hatte, wurden einige dieser Handschriften zur Ausmalung den Werkstätten vor Ort überantwortet. Diese standen auch jüdischen Auftraggebern offen, sofern sie vermögend genug waren, sich illuminierte Bücher anfertigen zu lassen. In der Werkstatt wurden die hebräischen Manuskripte von christlichen Künstlern ausgemalt, die natürlich von dem jüdischen Auftraggeber oder Schreiber sorgfältig instruiert werden mussten. Im Zuge der praktischen Arbeit wurden diese Ateliers zu Stätten der Begegnung zwischen Juden und Christen, die zusammen wirken mussten, um eine illuminierte hebräische Handschrift zu vollenden.

Manuskripte und ihre Illuminationen stellen visuelle Dokumente dar, die die Textquellen der Zeit ergänzen. Ihre Untersuchung gewährt uns einen Blick auf Leben und Lebensstil der in Städten lebenden Auftraggeber, bei denen es sich um eher vermögende Juden gehandelt hat. Sie wirft zudem ein neues Licht auf die vielfältigen Beziehungen zwischen jüdischen und christlichen Gruppen in den städtischen Gesellschaften des Mittelalters.

Der Vortrag konzentriert sich auf die jüdische Teilhabe an der weltlichen Alltagskultur, wie sie in den Handschriften dokumentiert ist. Da die Profankultur häufig frei war von den Antagonismen zwischen Judentum und Christentum, hatte sie einen besonderen und für uns überraschenden Einfluss auf die jüdische Handschriftenkunst und jüdische Kultur insgesamt, vor wie nach der Katastrophe der Judenverfolgungen zur Zeit des „Schwarzen Todes“ (1348–50).

Der reich bebilderte Vortrag findet in englischer Sprache statt. Im Anschluss lädt das Arye Maimon-Institut zu einem Umtrunk ein.

12. Arye Maimon-Vortrag, Universität Trier

Dienstag, September 1st, 2009

Das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier lädt ein zum 12. Arye Maimon-Vortrag:

Prof. Dr. Sarah Stroumsa

(Rektorin, The Hebrew University of Jerusalem)

spricht über das Thema

Al-Andalus und Sefarad: Über Gelehrte und ihre Bibliotheken im muslimischen Spanien

Ort und Zeit: Montag, 5. Oktober 2009, 18 Uhr, Hörsaal 10, Universität Trier. Gäste sind herzlich willkommen.

Sarah Stroumsa, geboren 1950, ist »Alice and Jack Ormut Professor of Arabic Studies« an der Hebräischen Universität Jerusalem und gilt als weltweit führende Kennerin der jüdischen Philosophie- und Geistesge­schichte im arabischen Kulturkreis. Sie promovierte 1984 in Jerusalem mit einer Arbeit über den Gelehrten Dawud ibn Marwan al-Muqammis (erste Hälfte 9. Jh.) und hat seitdem zahlreiche wissenschaftliche Bei­träge zur judäo-arabischen Philosophie, Theologie und Literatur vorge­legt. Seit 1984 ist Frau Stroumsa am »Department of Arabic Language and Literature« der Hebräischen Universität tätig, wo sie 1999 eine Pro­fessur erhielt. Zurzeit versieht sie zudem das Amt der Rektorin ihrer Universität.

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Forum »Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit«

Dienstag, Juni 9th, 2009

Liebe Mitglieder der GEGJ,

Dr. Rotraud Ries teilt mit, dass die nächste Arbeitstagung des »Interdisziplinären Forums Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit« vom 12.–14. Februar 2010 in der Evangelischen Akademie Bad Herrenalb in der Nähe von Karlsruhe stattfindet. Das Thema der Arbeitstagung lautet: »Reale und imaginäre Formen jüdischer Machtausübung, Repression und Gewalt«.

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Tagung: Frühneuzeitliche Ghettos in Europa

Montag, Mai 11th, 2009

Eine internationale Tagung zum Thema

Frühneuzeitliche Ghettos in Europa: Ein Vergleich
Early Modern Ghettoes: A Comparative Approach

gemeinsam organisiert vom Jüdischen Museum Frankfurt und von der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, findet vom 7 bis 9.  Juni 2009 in Frankfurt am Main statt.

Die Topographie jüdischer Siedlungen hat schon früh das Interesse der Forschung auf sich gezogen. Die Form und die Lage der jüdischen Wohnbezirke, die Abgrenzung zu der christlichen Nachbarschaft, die Gestalt und die Entwicklung kommunikativer Räume eröffnen Zugänge zu grundlegenden Fragen jüdischer Existenz in Europa. Die Untersuchung eines „jüdischen Raumes“ erfordert aber die Überwindung der in den jüdischen Studien in der Regel getrennt untersuchten Bereiche. „Siedlungsformen reflektieren sowohl den inneren Diskurs über Fragen der Spiritualität, des Denkens und Glaubens wie Themen der äußeren Narrative, also der Beziehungen von Juden und jüdischen Gemeinden zur nicht-jüdischen Welt.“ Die Frage nach dem „Raum“ jüdischen Lebens berührt sich daher auch mit dem „spatial turn“ in den Kulturwissenschaften, der für die jüdische Geschichte der Frühen Neuzeit bislang noch nicht fruchtbar gemacht werden konnte.

Nähere Informationen können Sie dem Tagungsprogramm entnehmen: Tagungsprogramm Frankfurt

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Historikertag 2010 – Bitte um Vorschläge

Dienstag, April 21st, 2009

Liebe Mitglieder der GEGJ e.V.,

unsere Gesellschaft soll auch auf dem nächsten Historikertag, der 2010 in Berlin stattfindet, wieder mit einer Sektion vertreten sein. Auf dem Historikertag findet darüber hinaus auch die nächste ordentliche Mitgliederversammlung statt.

Vor einer Woche hat der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands einen Aufruf zur Einreichung von Sektionsvorschlägen veröffentlicht.

Das Generalthema des Historikertags lautet: Über Grenzen.

Der Vorstand bittet Sie, bis zum 30. Juni entsprechende Vorschläge für eine Sektion der GEGJ per E-Mail an den Vorsitzenden der GEGJ, Herrn Prof. Dr. Robert Jütte zu richten. Abstracts sind zunächst nicht erforderlich, wenngleich eine kurze Begründung sinnvoll erscheint. Auf der Grundlage Ihrer Anregungen wird der erweiterte Vorstand der GEGJ bis zum Oktober 2009 einen Sektionsvorschlag ausarbeiten und beim VHD einreichen.

Mit herzlichen Grüßen
Christoph Cluse, Robert Jütte & Birgit Klein

Gastvortrag mit Professor Mauro Perani

Montag, Dezember 8th, 2008

Das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier und das Historisch-kulturwissenschaftliche Forschungszentrum Trier (HKFZ) laden ein zu einem Gastvortrag mit

Prof. Dr. Mauro Perani
Università di Bologna

zum Thema

The »Italian Genizah«
New Discoveries of Ancient Hebrew Manuscripts

Archive und Bibliotheken in ganz Europa bergen eine große Zahl von Fragmenten aus hebräischen Handschriften, deren Seiten als Bucheinbände »wiederverwertet« wurden. Der Beschreibung und Erforschung dieses verborgenen Erbes des europäischen Judentums widmet sich das Projekt »Genizà italiana« seit mehr als 20 Jahren.

Ort und Zeit: Montag, 12. Januar 2009, 18 Uhr c.t., Universität Trier, Raum DM 343.

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Judezmo-Konferenz

Montag, August 11th, 2008

Vom 7. bis 9. September 2008 findet in der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg Haus, Hamburg, eine internationale Konferenz zum Thema »Judezmo: Lexicology and Lexicography« statt. Sie wird veranstaltet vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg und geleitet von Dr. Michael Studemund-Halévy.

Vorträge werden gehalten von Haim Vidal Sephiha (Paris), David Bunis (Jerusalem), Rafael Arnold (Paderborn/Berlin), Laura Minvervini (Neapel), Ora (Rodrigue) Schwarzwald (Ramat Gan), Marie-Christine Varol (Paris), Pandelis Mavrogiannis (Paris), Nikola Vuletic (Zadar), Ivana Vucina (Belgrad), Beatrice Schmid (Basel), Michael Studemund-Halévy (Hamburg), Harm de Boer (Basel), Gila Hadar (Haifa), Pilar Romeu Ferre & Palom Díaz-Mas (Barcelona/Madrid), Stephanie von Schmädel (Berlin) und Slava Platikova (Berlin).

Begleitend findet eine Ausstellung sefardischer Handschriften in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky statt.

Nähere Informationen finden Sie an dieser Stelle.

Die GEGJ auf dem Historikertag

Montag, Juni 9th, 2008

Liebe Mitglieder der GEGJ,

haben Sie sich schon zum diesjährigen Historikertag in Dresden (30. Sept. – 3. Okt.) angemeldet? Die GEGJ wird wieder mit einer eigenen Sektion vertreten sein:

Freitag, 3. Oktober, 15:15–18:00, Raum 105

Robert Jütte (Stuttgart)
Strategien gegen Ungleichheiten in Ehe, Recht und Beruf. Jüdische Frauen im vormodernen Aschkenas

  • Martha Keil (St. Pölten): Aguna. Strategien gegen die Benachteiligung der jüdischen Frau im Eherecht
  • Barbara Staudinger (St. Pölten): Ungleichheiten als Chance? Jüdinnen vor dem kaiserlichen Reichshofrat
  • Birgit E. Klein (Heidelberg): Ungleichheiten als Chance? Jüdinnen und das jüdische Ehegüterrecht in Norm und Praxis
  • Rotraud Ries (Berlin): Chuzpe, Kalkül und Phantasie – Karriere und Nachruhm der Unternehmerin Mme. Kaulla (1739–1809)

Auch einige weitere Mitglieder unserer Gesellschaft sind auf dem Historikertag mit Vorträgen vertreten: Thomas Lange (Darmstadt), Michael Matheus (Rom), Stefanie Schüler-Springorum (Hamburg), Sabine Ullmann (Eichstätt), Joseph Wiesehöfer (Kiel).

Am Donnerstag, 2. Oktober 2008, findet außerdem von 17–19 Uhr die diesjährige Mitgliederversammlung unserer Gesellschaft statt (Raum 101). Bitte merken Sie sich den Termin vor. Es ergeht noch eine gesonderte, schriftliche Einladung.

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Jüdische Musik in Europa

Freitag, Mai 30th, 2008

Unter dem Titel »Jüdische Musik in Europa: Brücke im Dialog der Kulturen« veranstaltet das Europäische Zentrum für Jüdische Musik (EZJM) an der Hochschule für Musik und Theater Hannover in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland am 27. Juni 2008 in der Villa Seligmann (Hohenzollernstraße 39) einen Studientag. Den Festvortrag hält Professor Andor Izsák, Direktor des EZJM.

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie hier.

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XI. Symposium für Jiddische Studien

Dienstag, Februar 12th, 2008

Das XI. Symposium für Jiddische Studien in Deutschland wird vom 22. bis 24. September 2008 an der Universität Düsseldorf stattfinden.

Wir laden Sie herzlich ein, Vortragsangebote in Form einer kurzen Zusammenfassung des Referats an die Symposiumsleitung einzusenden. Die Vorträge können auf Jiddisch oder Deutsch gehalten werden, die Redezeit beträgt 20 min. Zusammenfassungen können bis zum 1. April 2008 eingesendet werden.

Wie in den Vorjahren wird auch 2008 auf ein einengendes Rahmenthema verzichtet, um keines der Forschungsfelder der Jiddistik auszugrenzen. Interdisziplinäre Forschung mit einem jiddistischen Bezug wird ebenfalls gern berücksichtigt.

Das Symposium ist offen für alle an der Jiddistik Interessierten. Wir bitten um einen Unkostenbeitrag von 10,– €, der auf dem Symposium zu entrichten ist. Bitte melden Sie sich frühzeitig an.

Prof. Dr. Simon Neuberg
FB II/Jiddistik
Universität Trier

Prof. Dr. Marion Aptroot
Abteilung für Jiddische Kultur, Sprache und Literatur
Institut für Jüdische Studien
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Anmeldung und Information:

Abteilung für Jiddische Kultur, Sprache und Literatur
Institut für Jüdische Studien
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

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