Forum – Tagungsprogramm

Dezember 9th, 2019

Diversität statt Urbanität – Orte jüdischen Lebens zwischen Zentren und Peripherie (15. bis 19. Jahrhundert)

2019 tagte das Forum zu dem bislang systematisch wenig beachteten Thema „Die Stadt als Ort jüdischen Lebens in der Frühen Neuzeit“. Die Vorträge stellten neue Ergebnisse zu städtischen Großgemeinden wie Frankfurt a.M. und Worms, zu den Sonderfällen des Marktes Fürth und der Reichstagsstadt Regensburg sowie zu landesherrlichen Residenz- und Kleinstädten vor, geographisch konzentriert auf den süddeutsch-österreichischen Raum.

Schnell wurde deutlich, dass dies nur ein Anfang sein konnte. Denn auch außerhalb dieses „klassischen“, quantitativ zweifellos bedeutsamen Siedlungsraums zeigt sich, dass das gängige Paradigma vom Landjudentum als zentraler Lebensform nach dem Mittelalter relativiert und differenziert werden muss.

So liegt dem Titel der Tagung 2020 die These zugrunde, dass die Stadt als Ort jüdischen Lebens nicht einfach durch ländliche Siedlungsformen abgelöst wurde, sondern dass einer allein auf städtische Zentren orientierten jüdischen Lebensform des Mittelalters eine große Diversität folgte. Diese Vielfalt jüdischer Lebens- und Organisationsformen an diversen Standorten zwischen Dorf und Metropole und die Ablösung religiös-kultischer Zentren von örtlicher Urbanität und Zentralität möchten wir beleuchten. Und dabei danach fragen, welche Bedeutung die Lebensumstände in den jeweiligen Orten für die jüdische Bevölkerung und ihre Kultur hatten.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Forum – neue Tagungsberichte

Oktober 28th, 2019

Die Berichte über die 19. und die 20. Arbeitstagung des »Forums Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit« (2018 und 2019) sind jetzt online auf www.forum-juedische-geschichte.de zu finden. Wir weisen bei dieser Gelegenheit nochmals auf den Call for Papers zur kommenden 21. Arbeitstagung hin.

Red.

Jüdische Friedhöfe in Bayern

Oktober 28th, 2019

Stellenausschreibung

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Judaistin/Judaisten oder Historikerin/Historiker mit Schwerpunkt jüdiche Geschichte (m/w/d).

Den Text der Ausschreibung finden Sie hier.

red.

Call for Papers: Forum 2020

Oktober 7th, 2019

Diversität statt Urbanität: Orte jüdischen Lebens zwischen Zentren und Peripherie (15. bis 19. Jahrhundert)

Forum jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit, 7. –9. Februar 2020, Stuttgart-Hohenheim

Die klassische Meistererzählung zur Geschichte des aschkenasischen Judentums in Mitteleuropa nach den Vertreibungen aus den Städten besagt, dass einer Zeit relativer Blüte im Mittelalter eine Epoche des Niedergangs folgte. Die mittelalterliche Ära eines urbanen Judentums sei durch die Zeit des Landjudentums abgelöst worden. Nur wenige große städtische Gemeinden wie Frankfurt a.M. und Prag galten als Ausnahmen von dieser „Regel“. Eine jüdische Neuzeit sei erst in der Zeit der Aufklärung und des beginnenden Emanzipationsdiskurses im 18. Jahrhundert angebrochen.

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Erinnerung an Prof. Dr. Helmut Castritius

Oktober 1st, 2019

von J. Friedrich Battenberg

Am 23. September 2019 wurde unser Gründungsmitglied Prof. Dr. Helmut Castritius, der am 12. September nach kurzer, aber schwerer Krankheit starb, nach einem bewegenden Trauergottesdienst und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sowie von zahlreichen Kollegen und Freunden im alten Friedhof zu Darmstadt-Arheilgen zur letzten Ruhe geleitet.

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Nachwuchsworkshop Bamberg (27.–29. Juli 2020)

März 15th, 2019

Das Begriffspaar ‚Tradition‘ und ‚Moderne‘ prägt unser Bild von jüdischer Geschichte und Kultur bis heute. Der Dualismus „Land = Stagnation“ und „Stadt = Fortentwicklung“ ist ein in der Wissenschaft gängiges Muster, das es zu hinterfragen gilt. Das Verhältnis von Stadt und Land wurde zumeist als Einbahnstraße oder als Entweder-Oder, Stadt oder Land, betrachtet. Dabei stellt sich die Frage, ob eine solche Dichotomie weiterhin haltbar ist. Was passierte in den Zwischenräumen und Bewegungen in beide Richtungen? Welche Verbindungen und Transfers von Personen, Texten, Objekten, Ideen und Institutionen gab es, die die Kategorien „Land“ und „Stadt“ destabilisieren

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Ehrendoktorwürde für Robert Jütte

Januar 11th, 2019

Am 9. Dezember 2018 erhielt Prof. Dr. Robert Jütte, Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung und langjähriges Mitglied der GEGJ, den Doctor of Hebrew Letters honoris causa vom Spertus Institute for Jewish Learning and Leadership, dem früheren Jewish College of Chicago.

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German Israeli Archival Exchange Colloquium

Dezember 11th, 2018

Erfreulicherweise konnte das Institut für die Geschichte der deutschen Juden Mittel einwerben, die es ermöglichen, ein drittes German Israeli Archival Exchange Colloquium (GIAEC) stattfinden zu lassen. In Zusammenarbeit mit der Tel Aviv University wird so das IGdJ ein GIAEC abhalten, welches sich an Doktoranden richtet, die noch nicht so gut mit der Archivlandschaft in Deutschland und Israel vertraut sind, dies aber für die jeweiligen Forschungsprojekte wichtig wäre. Das GIAEC bietet den Doktoranden an, eine Woche durch Deutschland (2019) und eine Woche durch Israel (2020) gemeinsam zu reisen. Dabei werden Thema und Quellenlage diskutiert und verschiedene Archive aufgesucht und damit auch Archivbestände erschlossen und z.T. durchgeschaut. Das Format verbindet also Elemente eines klassischen Doktorandenworkshops und eines Archivseminars.

Den Call for Applications finden Sie hier. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2019.

Björn Siegel, Hamburg

Historikertag 2018: Bericht über die Sektion der GEGJ

Dezember 11th, 2018

Der Sektionsbericht, verfasst von Amelie Sagasser und Mareike Hartmann, ist nun online.

CC

Ausschreibung: Doktorand_innenforum der GEGJ (Amsterdam 2019)

Oktober 11th, 2018

Die Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden e.V. (GEGJ) lädt Doktorandinnen und Doktoranden, die zur jüdischen Geschichte in der Vormoderne (Mittelalter und Frühe Neuzeit) arbeiten, ein, ihr Promotionsvorhaben während eines zweitägigen Workshops in Amsterdam am 12. und 13. Juni 2019 vorzustellen. Die wissenschaftliche Leitung haben Frau Prof. Dr. Sabine Ullmann (Eichstätt) und PD Dr. Andreas Brämer (Hamburg). Zwei weitere Experten werden ebenfalls teilnehmen. Kooperationspartner ist die Universiteit van Amsterdam.

Das Kolloquium in Amsterdam ist das dritte in einer Reihe von Veranstaltungen, die die GEGJ regelmäßig für den wissenschaftlichen Nachwuchs organisiert. Nachdem die vergangenen Nachwuchsforen in Venedig und Worms abgehalten wurden, haben sich die Organisatoren diesmal für Amsterdam entschieden, weil diese Stadt ebenfalls eine zentrale Rolle im europäischen Judentum der Frühen Neuzeit spielte.

Eingeladen sind insgesamt bis zu zehn Doktorandinnen und Doktoranden, die sich in ihrer Dissertation der Geschichte und Kultur des aschkenasischen Judentums in der Vormoderne widmen. Im Mittelpunkt des Programms steht die Vorstellung der einzelnen Promotionsprojekte, für deren Diskussion auch entsprechend viel Zeit vorgesehen ist. Darüber hinaus wird eine fachlich geführte Besichtigung der Stätten jüdischer Geschichte in Amsterdam erfolgen. Die GEGJ zahlt den teilnehmenden Doktorandinnen und Doktoranden einen pauschalen Zuschuss zu den Reise- und Aufenthaltskosten in Höhe von 350,- €.

Elektronische Bewerbungen mit einer kurzen Projektskizze (maximal 3 Seiten) und einem Empfehlungsschreiben des Betreuers/der Betreuerin der Dissertation bitte bis zum 1. Februar 2019 an Frau Prof. Dr. Sabine Ullmann (sabine.ullmann@ku-eichstaett.de).

Brämer/Ullmann