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Haskala in Breslau: CfP

Freitag, April 17th, 2020

Joel Bri’l Löwes Schulschriften im Kontext

Interdisziplinärer Workshop, 28.–29. Oktober 2020, Freie Universität Berlin. – Organisation: Uta Lohmann (IGDJ Hamburg) und Kathrin Wittler (FU Berlin)

Die Haskala des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts war eine jüdische Aufklärungsbewegung, deren Vertreter in mehreren Zentren wirksam waren. Während die personellen und institutionellen Bedingungen der Berliner Haskala in den letzten Jahren eingehend erforscht worden sind, steht für ein anderes wichtiges Zentrum der jüdischen Aufklärung – Breslau – eine vergleichbare Rekonstruktionsarbeit noch aus. Dazu soll ein DFG-gefördertes Editionsprojekt beitragen.

Im Rahmen des Editionsprojekts findet am 28. und 29. Oktober 2020 ein interdisziplinärer Workshop an der Freien Universität Berlin statt, der Expertinnen und Experten aus den Geschichts-, Erziehungs-, Religions-, Kultur-, Sprach-, Literaturwissenschaften miteinander ins Gespräch bringen soll. Zur Diskussion stehen unter anderem folgende Aspekte, die eng mit Joel Löwes Leben und Wirken und der Wilhelmsschule in Breslau verbunden sind:

  1. Die jüdische Gemeinde in Breslau im ausgehenden 18. Jahrhundert
  2. Geschichte Breslaus im ausgehenden 18. Jahrhundert
  3. Löwes Gelehrsamkeit im wissenschaftsgeschichtlichen Kontext
  4. Haskala in Breslau

Der Workshop wird in den einzelnen thematischen Sektionen nach jeweils kurzen Materialpräsentationen vor allem Raum für eingehende Diskussionen bieten. Ein Reader mit Texten Löwes wird vorab bereitgestellt. Wir laden interessierte Kolleginnen und Kollegen herzlich zur Teilnahme am geplanten Workshop ein.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

AB

Nachwuchsworkshop Bamberg (27.–29. Juli 2020)

Freitag, März 15th, 2019

Das Begriffspaar ‚Tradition‘ und ‚Moderne‘ prägt unser Bild von jüdischer Geschichte und Kultur bis heute. Der Dualismus „Land = Stagnation“ und „Stadt = Fortentwicklung“ ist ein in der Wissenschaft gängiges Muster, das es zu hinterfragen gilt. Das Verhältnis von Stadt und Land wurde zumeist als Einbahnstraße oder als Entweder-Oder, Stadt oder Land, betrachtet. Dabei stellt sich die Frage, ob eine solche Dichotomie weiterhin haltbar ist. Was passierte in den Zwischenräumen und Bewegungen in beide Richtungen? Welche Verbindungen und Transfers von Personen, Texten, Objekten, Ideen und Institutionen gab es, die die Kategorien „Land“ und „Stadt“ destabilisieren

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