Archive for the ‘Termine’ Category

Forum Jüdische Geschichte und Kultur 2016

Freitag, September 4th, 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde des Forums,

der Sommer geht dem Ende zu und wir bereiten uns auf eine neue Tagung des Forums vor. Sie findet vom 12.-14. Februar 2016 in Tagungszentrum in Stuttgart-Hohenheim statt und wird gemeinsam mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart veranstaltet. Das Thema lautet:

Bella figura judaica? Auftreten und Wahrnehmung von Juden in Mittelalter und Früher Neuzeit

Die Wahrnehmung von tatsächlichen oder vorgestellten Unterschieden zwischen Juden und Christen war über Jahrhunderte ein prägender Teil jüdisch-christlicher Beziehungen. Dazu gehörten die Versuche von jüdischer und obrigkeitlicher Seite, Juden und Christen distinktive Merkmale in Form von Kleidung und Abzeichen zuzuweisen. Gleichzeitig führte ein zunehmendes Interesse am Körper im frühneuzeitlichen Europa zu zahlreichen jüdischen und christlichen Vorstellungen vom jüdischen Körper. Daher möchte sich das Forum in diesem Jahr mit den verschiedenen Formen jüdischen Auftretens und dessen Wahrnehmung durch Juden und Nichtjuden im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit bis zum frühen 19. Jahrhundert befassen.

Die Art der imaginierten oder tatsächlichen distinktiven Merkmale zwischen Juden und Christen, aber auch innerhalb der jüdischen Gesellschaft war vielfältig und wandelbar. Daraus lassen sich eine Vielzahl von Fragestellungen ableiten: Welche Bilder des ‚Anderen‘ wurden in visuellen und textlichen Darstellungen hergestellt? Welche Strategien der Differenzierung, Verkleidung oder Performanz benutzten Juden und Jüdinnen in Bezug auf ihr Auftreten? Welche Machtverhältnisse spiegelten sich in Kleidervorschriften, aber auch in Beschreibungen von jüdischem Aussehen und Auftreten wider? Für die Arbeitstagung bitten wir daher um Vorschläge aus folgenden Themenfeldern: bildliche Darstellung von Jüdinnen und Juden, die Unterscheidbarkeit von Juden und Christen im Alltag, Vorstellungen von jüdischem Aussehen unter Juden und Christen, Vorstellungen vom jüdischen Körper sowie obrigkeitliche und innerjüdische Kleidungs- und Luxusordnungen und deren Umsetzung.

Wir bitten um Abstracts von max. 500 Wörtern bis zum 30.09.2015 an Aust@ieg-mainz.de.

Wie bei Arbeitskreistagungen üblich, tragen die Tagungsteilnehmer die Tagungskosten selbst. In begründeten Ausnahmefällen kann jedoch ein Zuschuss zu den Kosten gewährt werden.

Im Namen der MitorganisatorInnen Cornelia Aust, Christoph Cluse und Petra Kurz grüße ich herzlich und freue mich auf eine neue, gelungene Tagung,

Rotraud Ries

Konferenz: Sefarden in der Karibik

Montag, Oktober 20th, 2014

Vom 16. bis 19. November findet in Hamburg eine internationale Konferenz zum Thema

Mapping Western Sefardic Diaspora in the Carribean

statt, die von Michael Studemund Halévy (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg) und Ana Stulic (Université de Bordeaux Montaigne/Ameriber) organisiert wird. Auf dem Programm stehen Beiträge von Aviva Ben-Ur, Ineke Phaf-Rheinberger, Christian Cwik, Jessica Roitman, Natalie Zacek, Gérard Nahon, Evelyne Oliel-Grausz, Harm den Boer, Laura A. Leibman, Keren Manor und Michael Studemund-Halévy, Barry L. Stiefel, Susann Fischer und Aunción Lloret Florenciano, Titsah Levie Bernfeld, Michael Studemund-Halévy und Yosef Kaplan.

Nähere Informationen erteilt das Institut für die Geschichte der deutschen Juden, http://www.igdj-hh.de.

CC

17. Arye Maimon-Vortrag an der Universität Trier

Montag, Oktober 20th, 2014

Der diesjährige Arye Maimon-Vortrag an der Universität Trier findet am

5. November 2014

in Hörsaal 2 statt. Bei diesem Anlass spricht Prof. Dr. Elisabeth Hollender (Frankfurt am Main) über das Thema

Liturgie und Geschichte:
Kulturtransfer in der jüdischen Welt des Mittelalters

Prof. Hollender ist geschäftsführende Direktorin des Seminars für Judaistik der J.W. Goethe Universität Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der synagogalen Poesie (Pijjut), der Liturgie und dem Ritual des aschkenasischen Judentums, der jüdischen Kommentarliteratur des Mittelalters und den Problemen des Judentums als Minderheit (Polemik, Sprache, Kulturtransfer).

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

CC

Konferenz über Johann Jakob Schudts „Jüdische Merckwürdigkeiten“

Freitag, Mai 9th, 2014

Das Seminar für Judaistik der J.W. Goethe-Universität und dasArye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

laden ein zu einer Internationalen Konferenz:

Frankfurt’s »Jewish Notabilia«: Ethnographic Views of Urban Jewry in Central Europe around 1700

23.–25. Juni 2014,

J.W. Goethe-Universität Frankfurt a. M.
Campus Westend, Casino I.801

Die Tagung markiert den 300. Jahrestag eines epochalen literarischen Ereignisses: 1714 erschienen die drei ersten Bände der Jüdische(n) Merckwürdigkeiten des Frankfurter Privatgelehrten und Gymnasiallehrers (später Rektors) Johann Jakob Schudt (1664–1722). Schudt hatte den großen Brand in der Judengasse von 1711 zum Anlass genommen, eine ausführliche Beschreibung der Geschichte und des Lebens der Frankfurter Juden vorzulegen, eingebettet in eine Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Mit seinem Werk liegt eine exzeptionell reiche ethnographische Quelle für die Geschichte und Kultur des europäischen Judentums um 1700 vor, die bis in die Moderne hinein einen nachhaltigen Einfluss auf die Wahrnehmung von Juden und Judentum in der christlichen Mehrheitsgesellschaft gehabt hat. Mit einer Kabinettausstellung erinnert das Jüdische Museum Frankfurt an Schudts Werk. Die Tagung wird gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.

Im Rahmen der Konferenz findet am Montag, 23. Juni, um 18 Uhr im Museum Judengasse (Dependance des Jüdischen Museums, Kurt-Schumacher-Straße 10) ein öffentlicher Vortrag von Naomi Feuchtwanger-Sarig (Tel Aviv): statt:

»Was Schudt sah, schrieb und wusste: Johann Jakob Schudts Beschreibungen jüdischer Rituale, Bräuche und materieller Kultur«

Anschließend wird die Kabinettausstellung des Jüdischen Museums zum Thema eröffnet.

Ein aktualisiertes Programm finden Sie hier. Information und Anmeldung: jewishstudies@uni-frankfurt.de (Tel. (069) 798 22677).

CC

AG Jüdische Sammlungen 2011

Donnerstag, Februar 10th, 2011

Die Arbeitsgemeinschaft Jüdische Sammlungen tagt vom 13.-16. September 2011 in Hamburg. Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte:

PD Dr. Andreas Brämer
Stellvertr. Direktor
Institut für die Geschichte der deutschen Juden

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Konferenz: Aschkenas – Archäologie

Dienstag, Dezember 7th, 2010

Vom 28. bis 29. Januar 2011 findet in Brandenburg an der Havel eine Konferenz zum Thema

Aschkenas – Archäologie des Judentums in Mitteleuropa von der Spätantike bis in die Neuzeit 

statt.  Auf dem dicht gedrängten Programm stehen Vorträge von Michael Toch (Jerusalem), Lars Krauss, Annette Weber (Heidelberg), Ralf Busch (Hamburg), Jörn R. Christophersen (Trier), Torsten Dressler (Berlin), Dieter Hoffmann-Axthelm (Berlin), Silvia Codreanu-Windauer (Regensburg), Sven Schütte & Marianne Gechter (Köln), Roman Grabolle (Leipzig), Michaela Selmi Wallisova (Prag), Andreas Vegh (Budapest), Simon Paulus (Braunschweig), Benjamin Laqua (Trier), Paul Mitchell & Doris Schön (Wien), Karin Sczech (Erfurt), Maria Stürzebecher (Erfurt), Elmar Altwasser (Marburg), Ulrich Klein (Marburg), Markus Wenninger (Klagenfurt), Ronald Hirte (Weimar) und Peter Hoerz (Bonn).

Nähere Informationen:

Michael Schneider
Dezernat Museum/Restaurierung
Archäologisches Landesmuseum Brandenburg

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Alltags- und Profankultur in illuminierten hebräischen Handschriften

Freitag, September 24th, 2010

Das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier lädt ein zum

13. Arye Maimon-Vortrag an der Universität Trier am
Mittwoch, 3. November 2010, 18 h, Hörsaal 10

Dr. Sarit Shalev-Eyni
(Hebräische Universität Jerusalem)
spricht über

Alltags- und Profankultur in illuminierten hebräischen Handschriften des Mittelalters

Beispiele aus dem mittelalterlichen Reich (14.–15. Jahrhundert)

Die Produktion illuminierter hebräischer Handschriften erlebte in den städtischen Zentren Süd- und Mitteldeutschlands sowie der Rheinlande vom 13. bis 15. Jahrhundert eine Blütezeit. Sie wurden für religiöse Zwecke geschaffen, und doch sind sie auch wichtige Zeugnisse für die Alltags- und Profankultur.

Wenn der jüdische Kopist den Text vollendet hatte, wurden einige dieser Handschriften zur Ausmalung den Werkstätten vor Ort überantwortet. Diese standen auch jüdischen Auftraggebern offen, sofern sie vermögend genug waren, sich illuminierte Bücher anfertigen zu lassen. In der Werkstatt wurden die hebräischen Manuskripte von christlichen Künstlern ausgemalt, die natürlich von dem jüdischen Auftraggeber oder Schreiber sorgfältig instruiert werden mussten. Im Zuge der praktischen Arbeit wurden diese Ateliers zu Stätten der Begegnung zwischen Juden und Christen, die zusammen wirken mussten, um eine illuminierte hebräische Handschrift zu vollenden.

Manuskripte und ihre Illuminationen stellen visuelle Dokumente dar, die die Textquellen der Zeit ergänzen. Ihre Untersuchung gewährt uns einen Blick auf Leben und Lebensstil der in Städten lebenden Auftraggeber, bei denen es sich um eher vermögende Juden gehandelt hat. Sie wirft zudem ein neues Licht auf die vielfältigen Beziehungen zwischen jüdischen und christlichen Gruppen in den städtischen Gesellschaften des Mittelalters.

Der Vortrag konzentriert sich auf die jüdische Teilhabe an der weltlichen Alltagskultur, wie sie in den Handschriften dokumentiert ist. Da die Profankultur häufig frei war von den Antagonismen zwischen Judentum und Christentum, hatte sie einen besonderen und für uns überraschenden Einfluss auf die jüdische Handschriftenkunst und jüdische Kultur insgesamt, vor wie nach der Katastrophe der Judenverfolgungen zur Zeit des „Schwarzen Todes“ (1348–50).

Der reich bebilderte Vortrag findet in englischer Sprache statt. Im Anschluss lädt das Arye Maimon-Institut zu einem Umtrunk ein.

12. Arye Maimon-Vortrag, Universität Trier

Dienstag, September 1st, 2009

Das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden der Universität Trier lädt ein zum 12. Arye Maimon-Vortrag:

Prof. Dr. Sarah Stroumsa

(Rektorin, The Hebrew University of Jerusalem)

spricht über das Thema

Al-Andalus und Sefarad: Über Gelehrte und ihre Bibliotheken im muslimischen Spanien

Ort und Zeit: Montag, 5. Oktober 2009, 18 Uhr, Hörsaal 10, Universität Trier. Gäste sind herzlich willkommen.

Sarah Stroumsa, geboren 1950, ist »Alice and Jack Ormut Professor of Arabic Studies« an der Hebräischen Universität Jerusalem und gilt als weltweit führende Kennerin der jüdischen Philosophie- und Geistesge­schichte im arabischen Kulturkreis. Sie promovierte 1984 in Jerusalem mit einer Arbeit über den Gelehrten Dawud ibn Marwan al-Muqammis (erste Hälfte 9. Jh.) und hat seitdem zahlreiche wissenschaftliche Bei­träge zur judäo-arabischen Philosophie, Theologie und Literatur vorge­legt. Seit 1984 ist Frau Stroumsa am »Department of Arabic Language and Literature« der Hebräischen Universität tätig, wo sie 1999 eine Pro­fessur erhielt. Zurzeit versieht sie zudem das Amt der Rektorin ihrer Universität.

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Forum »Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit«

Dienstag, Juni 9th, 2009

Liebe Mitglieder der GEGJ,

Dr. Rotraud Ries teilt mit, dass die nächste Arbeitstagung des »Interdisziplinären Forums Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit« vom 12.–14. Februar 2010 in der Evangelischen Akademie Bad Herrenalb in der Nähe von Karlsruhe stattfindet. Das Thema der Arbeitstagung lautet: »Reale und imaginäre Formen jüdischer Machtausübung, Repression und Gewalt«.

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Tagung: Frühneuzeitliche Ghettos in Europa

Montag, Mai 11th, 2009

Eine internationale Tagung zum Thema

Frühneuzeitliche Ghettos in Europa: Ein Vergleich
Early Modern Ghettoes: A Comparative Approach

gemeinsam organisiert vom Jüdischen Museum Frankfurt und von der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, findet vom 7 bis 9.  Juni 2009 in Frankfurt am Main statt.

Die Topographie jüdischer Siedlungen hat schon früh das Interesse der Forschung auf sich gezogen. Die Form und die Lage der jüdischen Wohnbezirke, die Abgrenzung zu der christlichen Nachbarschaft, die Gestalt und die Entwicklung kommunikativer Räume eröffnen Zugänge zu grundlegenden Fragen jüdischer Existenz in Europa. Die Untersuchung eines „jüdischen Raumes“ erfordert aber die Überwindung der in den jüdischen Studien in der Regel getrennt untersuchten Bereiche. „Siedlungsformen reflektieren sowohl den inneren Diskurs über Fragen der Spiritualität, des Denkens und Glaubens wie Themen der äußeren Narrative, also der Beziehungen von Juden und jüdischen Gemeinden zur nicht-jüdischen Welt.“ Die Frage nach dem „Raum“ jüdischen Lebens berührt sich daher auch mit dem „spatial turn“ in den Kulturwissenschaften, der für die jüdische Geschichte der Frühen Neuzeit bislang noch nicht fruchtbar gemacht werden konnte.

Nähere Informationen können Sie dem Tagungsprogramm entnehmen: Tagungsprogramm Frankfurt

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